Carl-Weber-Kindergarten! - Aber wer war Carl Weber?
Carl Weber war ein Kirchheimer Original. Sein Beruf war Maler und Lackierer,
seine Berufung war Kunstmaler. Unter Kunstexperten im süddeutschen Raum
ist der Name Carl Weber ein Begriff. Einige Mitglieder der Lebenshilfe kennen
Carl Weber noch aus eigenem Erleben. Am 9. Juni 1896 geboren, lebte er in
Kirchheim und malte bis ins hohe Alter in seinem Atelier in der Plochinger
Straße. Der Kontakt mit einer Familie, deren Kind geistig behindert ist,
weckte sein Interesse. Carl Weber starb am 21. April 1978 in Kirchheim.
Ein Teil seines Vermögens erhielt die Lebenshilfe. Dieses Vermächtnis war
der finanzielle Grundstock für den Bau des Kindergartens. Noch heute hängen
im Carl-Weber-Kindergarten Bilder von ihm.

1975 Die Lebenshilfe Kirchheim eröffnet einen Kindergarten in zwei Holzbaracken in der Austraße. Mitten in der Stadt mit einem herrlichen Garten. Die Stadt Kirchheim stellt diese Baracken der Lebenshilfe ohne Miete zur Verfügung.
Gottfried Huß, damals Vorsitzender der Lebenshilfe Kirchheim:
"Wir
haben mit einem Kind begonnen, dann wurden es drei Kinder und nach einem
Jahr war die Gruppe gesichert."
Frau Erika Fischer aus Holzmaden wird die erste Erzieherin und Leiterin des Kindergartens.

Die Baracken platzen aus den Nähten. AKB (Aktionskreis Behinderte) und 17 Kinder des Kindergartens waren in der Austraße.

Der Kunstmaler Carl Weber vermacht der Lebenshilfe einen Teil seines Vermögens. Es ist der finanzielle Grundstein für den Kindergarten in der Senefelderstraße.

Im Februar erfolgt die Grundseinlegung für den Kindergarten, und schon im November ziehen die Kinder in ihren neuen Carl-Weber-Kindergarten um.
Im Dezember erhält die Lebenshilfe die Spenden der Weihnachtsaktion des Teckboten zu Gunsten des Carl-Weber-Kindergartens.
Eine Gruppe des Waldorf-Kindergartens ist Gast in der Senefelderstraße. Erste Formen der Kooperation von behinderten und nicht-behinderten Kindern im Kindergarten.

12 nicht-behinderte Kinder aus dem Stadtteil besuchen den Carl-Weber-Kindergarten. Die Kooperation wird vertieft.

Die Geschäftsstelle der Lebenshilfe zieht in die Saarstraße um. Ein zusätzlicher Raum und Umbauten schaffen Möglichkeiten für größere Gruppen.

Gemeinsame Erziehung im Carl-Weber-Kindergarten in zwei integrativen Gruppen und in einer Gruppe des Schulkindergartens.

In der Halle wird eine zusätzliche Spielebene eingebaut.

Die Lebenshilfe feiert mit Kindern, Eltern, Mitarbeiterinnen 20 Jahre Carl-Weber-Kindergarten.
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